Glossarbegriff

Kapazität

Die Kabelkapazität beschreibt die gespeicherte elektrische Ladung pro Volt zwischen den angegebenen Leitern oder zwischen einem Leiter und der Abschirmung. Hersteller geben sie in Pikofarad oder Nanofarad für ein vollständiges Kabel oder je Längeneinheit an. Bei einem gleichförmigen Kabel ergibt die Kapazität je Längeneinheit mal Länge die Gesamtkapazität. Die in die Messung einbezogenen Leiter bestimmen, für welchen elektrischen Weg der Wert gilt.

Phono Cable

Die Kabelkapazität addiert sich zur Last durch Tonarmverkabelung und Phono-Eingang. Bei einem Moving-Magnet-Tonabnehmer formt diese Gesamtkapazität zusammen mit dessen Induktivität, die Stromänderungen entgegenwirkt, und dem Widerstand den elektrischen Frequenzgang.

RCA Cable, XLR Cable

Der Quellausgang muss die Kabelkapazität bei Signaländerungen laden und entladen. Kabelkapazität und Quellwiderstand können gemeinsam die Wiedergabe hoher Frequenzen abschwächen. Bei symmetrischer Verkabelung ist außerdem das gemessene Leiterpaar relevant.

Speaker Cable

Der Verstärker sieht die Kabelkapazität zusätzlich zur Lautsprecherlast. Bei gleicher Signalspannung zieht ihr Laden und Entladen mit steigender Frequenz mehr Strom. Ausreichend große kapazitive Lasten können manche Verstärkerausgangsstufen zu einem unerwünschten periodischen Signal anregen.

BNC Cable, Digital Coax Cable

Bei einem Koaxialkabel mit geringen elektrischen Verlusten bestimmen Kapazität und Induktivität je Längeneinheit das Spannungs-Strom-Verhältnis und die Geschwindigkeit des sich ausbreitenden Signals. Bei gleicher Induktivität je Länge verringert eine höhere Kapazität beide.