Röhrenausgang ohne Ausgangsübertrager (OTL)
Eine Röhrenstufe ohne Ausgangsübertrager, abgekürzt OTL, treibt ihre Last ohne Übertrager zwischen Röhrenausgangsschaltung und Last an. Ein herkömmlicher Ausgangsübertrager verändert das von den Röhren gesehene Spannungs-Strom-Verhältnis. Ohne ihn muss die Ausgangsschaltung den erforderlichen Antrieb durch ihre alternative Kopplungsanordnung liefern. OTL bezeichnet dieses Verbindungsprinzip, getrennt von Anzahl oder Anordnung der Ausgangsröhren.
Die Kopfhörer- oder Lautsprecherlast wirkt direkt mit Ausgangsimpedanz und Stromlieferfähigkeit der Röhrenstufe zusammen. Eine niedrigere Lastimpedanz benötigt bei gegebener Spannung mehr Strom. Impedanzänderungen über der Frequenz können den gelieferten Verlauf verändern. Diese Wechselwirkungen bestimmen den Betriebslastbereich der übertragerlosen Schaltung.